Ihr habt vielleicht bemerkt dass manche Flaschen die früher „Rum" hießen jetzt plötzlich „Spirit Drink" oder „Spirituose auf Rum-Basis" heißen. Das klingt komplizierter als es ist — und hat für euch als Käufer konkrete Auswirkungen die man kennen sollte.
Was die EU-Regel besagt — kurz erklärt
Die EU hat durch Verordnung (EU) 2019/787 klar definiert was sich „Rum" nennen darf. Die Kurzversion: echter Rum muss aus Zuckerrohr kommen, mindestens 37,5 % haben, darf nicht aromatisiert werden und nur minimal gesüßt sein.
Produkte die Aromen enthalten (Vanille, Kokos, Gewürze) oder stark gesüßt sind, erfüllen diese Kriterien nicht mehr — und müssen umbenannt werden.
Was das für euch beim Einkauf bedeutet
„Spirit Drink" oder „Spirituose auf Rum-Basis" auf dem Etikett
Das bedeutet nicht automatisch schlechte Qualität — es bedeutet dass das Produkt Aromen oder mehr Zucker enthält als erlaubt ist um sich Rum zu nennen. Viele dieser Produkte schmecken gut und sind beliebt. Aber sie sind gesetzlich kein Rum.
Bekannte Beispiele: Viele Spiced Rums, aromatisierte „Rums" mit Kokos- oder Vanillenoten, stark gesüßte Blends.
„Rum" auf dem Etikett
Das bedeutet: keine künstlichen Aromen, aus Zuckerrohr hergestellt, mindestens 37,5 %, nur minimal gesüßt. Das ist eine verlässliche Aussage über den Grundcharakter des Produkts.
Was sich beim Geschmack ändert — nichts
Die Etiketten ändern sich, nicht die Rezepturen. Ein Produkt das früher „Spiced Rum" hieß und jetzt „Spiced Spirit" heißt schmeckt identisch. Nur der Name ist ehrlicher geworden.
Unsere ehrliche Einschätzung
Die Regelung ist gut für alle die wissen wollen was sie kaufen. Sie erzwingt Transparenz — auch wenn manche Marken die Umbenennung nicht aktiv kommunizieren.
Für euch als Käufer bei Rumzentrum: Wir kennzeichnen in unserem Sortiment klar was echter Rum ist und was eine aromatisierte Spirituose. Wenn ihr unsicher seid — fragt uns einfach.
👉 Unser Rum-Sortiment — alle echten Rums im Überblick
Häufige Fragen
Ist Spiced Rum noch Rum?
Nein — laut EU-Definition nicht. Sobald Gewürze oder Aromen zugesetzt werden ist es kein Rum mehr. Die Produkte heißen jetzt meist „Spiced Spirit" oder bleiben unter alten Labels solange der Vorrat reicht.
Ist ein „Spirit Drink" schlechter als Rum?
Nein — nur anders. Es ist eine andere Produktkategorie, nicht automatisch minderwertig.
Ändert sich der Geschmack durch die Umbenennung?
Nein. Nur das Etikett ändert sich, nicht die Rezeptur.
Warum haben Marken das nicht kommuniziert?
Viele haben es still gemacht — weil „Spirit Drink" weniger attraktiv klingt als „Rum". Das ist verständlich aus Marketingsicht, aber nicht ideal für Transparenz.