Liebe Rumliebhaberinnen und Rumliebhaber

Plünderungen, Schmuggeleien und Trunkenheit wurden nach dem Einzug des Rums in der Navy zu großen Problemen. Wie dieses Problem (und nebenbei das Problem von Skorbut) gelöst wurde, und welche kuriose Geschichte sich hinter dem Ausdruck „Nelson’s Blood“ verbirgt, erfahren Sie im heutigen Blog.

Der Vize-Admiral Edward Vernon entschied am 21. August 1740, Regelungen für die tägliche Rumration einzuführen: Ab diesem Tag durfte Rum nur noch rationiert auf zweimal am Tag sowie mit Wasser verdünnt und mit Zucker und Limettensaft gemischt ausgegeben werden. So entstand der Spitzname „Limeys“, den die britischen Matrosen bis heute tragen. Durch den Einsatz von Limettensaft wurde die Krankheit Skorbut, die durch Vitamin-C-Mangel herbeigeführt wird, eingedämmt. Diese Krankheit hatte zuvor viele Menschenleben auf See gefordert. Da man zuerst nicht sicher war, ob der Rum oder der Saft diese Kehrtwendung anstießen, hat man einige Jahre später die Rumration wieder erhöht.
Eine kuriose Rumgeschichte rankt sich unter anderem um den Nationalhelden Admiral Horatio Nelson. Der Admiral wurde bei der Schlacht um Trafalgar 1805 von einem Scharfschützen getötet. Damit Nelson mit allen militärischen Ehren auf britischem Boden bestattet werden konnte, wurde er in einem Fass Alkohol konserviert – angeblich sogar auf Nelsons ausdrücklichen vorherigen Wunsch. Die Matrosen bekamen davon Wind, bohrten kleine Löcher in das Fass, und der Admiral lag bei Ankunft im Heimatland beinahe auf dem Trockenen. Heute weiß man auf Grund von Nachforschungen, dass Admiral Horatio Nelson in einem Brandyfass, nicht in einem Rumfass, gelagert wurde. Trotzdem erhielt Hochprozentiges daduch einen neuen Namen: „Nelson’s Blood“.

Welche anderen Ausdrücke sich durch die lange Geschichte vom „Rum in the Navy“ entwickelten, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Reihe.