Liebe Rumliebhaberinnen und Rumliebhaber

Schon lange wurde am Problem der Frischwasserversorgung auf hoher See gearbeitet, doch wie Sie im Blog „Rum in the Navy, Teil 1“ gelesen haben, bewährte sich keine Lösung lange. Im heutigen Blog erfahren Sie, wie gerade Rum seinen Einzug in die britische Navy gefunden hat.

Im Jahr 1655 eroberte der Vize-Admiral des Vereinigten Königreichs, William Penn, Jamaica. Es war seine Hoffnung, dort frisches Bier und frischen Wein einlagern zu können – stattdessen fand er aber Rum, Rum, und noch mehr Rum. Die anfängliche Notlösung bewährte sich dann aber aufgrund mehrerer Faktoren: Rum benötigt wenig Stauraum, ist lange haltbar, und vor allem billig.
Anfänglich wurde Rum nur auf britischen Schiffen in der Karibik eingesetzt. Nachdem dieser Erdteil durch das Aufkommen von Zuckerrohrpflanzen mehr Bedeutung fand, entstand eine Lobby, die sich unter anderem für die Verwendung der Spirituose in der ganzen Navy einsetzte. Erst kam es zu erheblichen Problemen, da es keine Regelungen zur Rationsvergabe gab. Der Rum wurde auf manchen Schiffen unverdünnt ausgegeben - Trunkenheit, Disziplinlosigkeit und Pflichtverletzungen führten zu Kopfzerbrechen der Admirale.

Wie dieses Problem gelöst wurde sowie welche Legenden sich um den „Rum in the Navy“ ranken, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Reihe.