Sonnenstühle am Strand vorm Meer, umrahmt von Palmen

Liebe Rumliebhaberinnen und Rumliebhaber,


Im dritten Teil unserer Serie erfahrt Ihr, welche Besonderheiten den jamaikanischen Stil ausmachen. Kommt dieser Rum wirklich immer von Jamaica? Und wie unterscheidet er sich geschmacklich von anderen Stilen?

Was den jamaikanischen Stil vor allem ausmacht, ist seine Schwere. Da England diese Eigenschaft am Rum präferierte, wurden in den ehemaligen großbritannischen Kolonien bestimmte Verfahren angewendet. Rum im jamaikanischen Stil wird überwiegend aus dem Pot Still Verfahren gewonnen. Bedingt durch die Siedetemperaturen enthält er einen hohen Anteil an Estern und anderen organischen Verbindungen. Diese dienen im weiteren als Geschmacksträger für die Aromen, die der Rum während der Lagerung aus dem Rum oder seiner Umwelt aufnimmt.
Dieser Rum wird also überwiegend in den ehemaligen großbritannischen Kolonien wie Bermuda, Guyana und Jamaika hergestellt. Er besticht durch seine Nachhaltigkeit, Aromavielfalt, Intensität und Würze, soll dabei aber nicht übermäßig beißend oder brennend empfunden werden. Was er nicht bietet, ist die samtige Süße, die Rum im kubanischen Stil so süffig macht. Deswegen ist er nicht unbedingt für die erste Rumerfahrung zu empfehlen. Er macht sich aber hervorragend, wenn er an einem eisigen Wintertag genossen wird.

Beim nächsten Mal erfahrt ihr, auf welche anderen Arten Rum charakterisiert und eingeteilt werden kann. Denn die Einteilung von Rum ist gar nicht so eindeutig, wie sie auf den ersten Blick scheint.
Rumglas vorm Lagerfeuer