3 Fässer vor schwarzem Hintergrund

Liebe Rumliebhaberinnen und Rumliebhaber,


wo kommen eigentlich all die verschiedenen Aromen im Rum her? Das ist eine Frage, die uns sehr häufig gestellt wird und nicht einfach zu beantworten ist. Heute erzählen wir euch etwas über den Prozess, der zweifelsohne die große Mehrheit an Aromen in die Spirituose bringt - die Fasslagerung.

Fässer sind eine sehr alte Erfindung, deren Ursprung wahrscheinlich im alten Ägypten liegt. Das Konzept ist so simpel wie faszinierend: Ein dichter Behälter wird nur aus Holz gebaut und hält rein auf Grund von Druck zusammen. An dieser Idee hat sich bis heute nichts geändert, denn Klebstoffe oder Schrauben würden zu starken Fehlnoten oder sogar gesundheitlichen Gefahren führen. Ursprünglich wurden Fässer nicht dafür verwendet Rum zu altern, sondern ihn zu lagern und transportieren. Natürlich wurde schnell entdeckt, dass das eine Spirituose besser macht. Aber woran liegt das eigentlich?
Bei der Fasslagerung gibt es zwei Phasen, wobei die zweite Phase nicht bei jeder Reifung in Anspruch genommen wird. Beim normalen AGEING werden oft ehemalige Bourbon-Fässer verwendet. Bourbon ist ein amerikanischer Whisky, bei dessen Lagerung die Fässer nur einmalig verwendet werden dürfen. Daher gibt es einen großen Überschuss dieser Fässer am Markt. Sie geben Rum ein angenehm vanilliges Aroma. Auch neue Fässer werden öfter im AGEING verwendet.

Das sogenannte FINISHING wird dann meist in ehemaligen Süßweinfässern, Sherry- oder Portweinfässern vollzogen. Diese geben dem Rum ein rundes, fruchtiges Aroma. Dieser Schritt dauert normalerweise aber nicht so lange wie das zuvor angesprochene Reifen.

Im nächsten Blog beschäftigen wir uns mit den Details der Fasslagerung - dem SOLERA-Verfahren sowie den Prozessen, die den Rumgeschmack in der Fasslagerung verändern.
Fässer in einem alten Keller