5 gefüllte Rumverkostungsgläser, jeder Rum hat eine andere Farbe

Liebe Rumliebhaberinnen und Rumliebhaber,


Wir haben uns bereits mit den drei bekanntesten Einteilungsmöglichkeiten von Rum befasst. Dieses Mal stehen drei andere Faktoren im Mittelpunkt, nach denen Rum eingeteilt werden kann: Farbe, Grundstoff und Produktionsverfahren.

FARBE: Bis heute gibt es Wettbewerbe, in denen Rum nach Farbe – meistens weiß, gold und dunkel - eingeteilt wird. Diese Unterscheidung sollte allerdings kritisch hinterfragt werden, denn dunkler Rum verspricht nicht immer hohes Alter. Es gibt viele weiße Rums, die jahrelang in Fässern lagern und dann entfärbt werden, und viele dunkle Rumsorten, die mit Zuckercouleur nachgefärbt werden.
GRUNDSTOFF: Es gibt grundsätzlich drei unterschiedliche Ausgangsmaterialien, aus denen Rum gewonnen werden kann: Zuckerrohrsaft, Melasse, oder – seltener verwendet – Zuckerrohrhonig (das ist Zuckerrohrsaft, dem Wasser entzogen wird). Zusätzlich findest du Produkte aus Zuckerrüben oder Ethylalkohol gemischt mit Wasser, Farbstoffen und Aromen, die auf Grund der historischen Komponente weiterhin als „Rum“ benannt werden dürfen, aber eigentlich nicht Rum sind.

PRODUKTIONSVERFAHREN: Ausschlaggebend bei dieser Kategorie ist die Art der Destillation, welche einen großen Einfluss auf den Geschmack und Charakter von Rum hat. Unterschieden wird zwischen Pot-Still-Verfahren, Continuous-Still-Verfahren und Hybrid-Brennblasen.

Nächstes Mal erfährst Du, was die unterschiedlichen Destillationsverfahren bedeuten und was sie voneinander unterscheidet.
Eine dunkelbraune, klebrige Masse - Melasse im Glas